Für nicht selbst verbrauchten Solarstrom erhalten Anlagenbetreiber eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung. 2025 beträgt dieser Satz je nach Anlagengröße zwischen 5,8 und 8,2 Cent pro kWh — deutlich weniger als der aktuelle Haushaltsstrompreis. Was das für Ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung bedeutet, zeigt dieser Artikel.

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Aktuelle Vergütungssätze 2025

Die Einspeisevergütung wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt und monatlich um 1% abgesenkt (Degression). Der Satz, der bei Ihrer Inbetriebnahme gilt, wird für 20 Jahre garantiert.

AnlagengrößeVergütung/kWhVolleinspeisung
Bis 10 kWpca. 8,2 Centca. 12,9 Cent
10–40 kWpca. 7,1 Centca. 10,8 Cent
40–100 kWpca. 5,8 Centca. 10,8 Cent

Bei der Volleinspeisung (gesamter Strom geht ins Netz, kein Eigenverbrauch) gilt ein höherer Tarif. Das lohnt sich für private Hausbesitzer fast nie — der Strompreis von 30–38 Cent macht Eigenverbrauch immer attraktiver.

Eigenverbrauch vs. Einspeisung: Der Vergleich

Das ist die wichtigste Rechnung beim Thema Wirtschaftlichkeit:

  • 1 kWh selbst verbraucht: spart 0,32–0,38 € (eingesparter Netzstrompreis)
  • 1 kWh eingespeist: bringt 0,082 € Vergütung

Die Differenz ist enorm: Eigenverbrauch ist ca. 4-mal wertvoller als Einspeisung. Deshalb sollte die Strategie immer lauten: Eigenverbrauch maximieren, Einspeisung minimieren — durch Lastverschiebung, ggf. Batteriespeicher und E-Auto-Laden tagsüber.

Rechenbeispiel: 8 kWp Anlage

Nehmen wir eine 8-kWp-Anlage mit einem Jahresertrag von 7.600 kWh:

  • Eigenverbrauch (30%): 2.280 kWh × 0,32 € = 729,60 €/Jahr
  • Einspeisung (70%): 5.320 kWh × 0,082 € = 436,24 €/Jahr
  • Gesamtersparnis: ca. 1.166 €/Jahr

Bei Anlagekosten von ca. 14.000 € ergibt sich eine Amortisationszeit von ca. 12 Jahren. Mit Batteriespeicher und 60% Eigenverbrauch steigt die jährliche Ersparnis auf ca. 1.550 €, die Amortisation sinkt auf ca. 10 Jahre.

Was passiert nach 20 Jahren?

Nach Ablauf der 20-jährigen Vergütungsperiode erlischt der gesetzliche Anspruch auf Einspeisevergütung. Für ältere Anlagen (in Betrieb vor 2000) lief diese Periode bereits ab — diese Anlagen sind oft in gutem Zustand und produzieren weiterhin Strom. Möglichkeiten nach Ablauf:

  • Direktvermarktung: Strom an Energieversorger verkaufen (zu aktuellen Marktpreisen)
  • Eigenverbrauch: Strom komplett selbst nutzen (lohnt sich immer mehr)
  • Weiterer Netzbetrieb: Einige Netzbetreiber zahlen einen Restmarktwert

Häufige Fragen zur Einspeisevergütung

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2025?

Für Anlagen bis 10 kWp ca. 8,2 Cent/kWh, für Anlagen 10–40 kWp ca. 7,1 Cent/kWh, für Anlagen 40–100 kWp ca. 5,8 Cent/kWh. Die Vergütung wird monatlich um ca. 1% abgesenkt.

Wie lange wird die Einspeisevergütung garantiert?

Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme fest garantiert. Der Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt für die gesamte Laufzeit — er ändert sich nicht.

Lohnt sich die Einspeisung oder besser Eigenverbrauch?

Eigenverbrauch ist deutlich wirtschaftlicher: Jede selbst verbrauchte kWh spart 30–38 Cent (Strompreis), während Einspeisung nur 8,2 Cent bringt. Eigenverbrauch maximieren ist immer die richtige Strategie.